II. DAS DORF BAHARDAWA
Zusammen mit einem nepalesischen Freund, den ich schon über 20 Jahre kenne, haben wir in diesem Dorf im Terrai, im Süden des Landes, eine der ärmsten Gegenden des Landes, seit 6 Jahren ein Projekt begonnen. Die Menschen dort leben davon, dass die Männer weit weg Arbeit suchen und die Frauen vielfach als Steinehauerinnen im Straßenbau arbeiten. Die Männer kommen oft gar nicht mehr zurück, lassen die Familien allein, vor allem auch, wenn nur Mädchen geboren wurden. Bisher sind es drei Sponsoren, die sich für dieses Dorf engagieren. Das Geld wird für den Ausbau der Schule verwendet. Ein zweistöckiges Gebäude ist entstanden, mit vier Klassenzimmern, Schultoiletten werden gebaut und wir konnten einen 5. Lehrer einstellen. Fünf Lehrer unterrichten 600 Kinder!
Außerdem werden im Dorf Wasserpumpen ausgebessert, Kleider und Medizin für die Kinder gekauft, Arztbesuche organisiert und bezahlt. Eine Frau nahm an einem Nähkurs teil und zwei Nähmaschinen wurden gekauft. Sie gibt heute ihr Wissen an andere Frauen, junge Mädchen und Männer weiter und sie versuchen etwas Geld zu verdienen. Ein Anfang. Zwei Kinder aus dem Dorf gehen in die Daffodil Schule in Kathmandu, unterstützt von 2 Sponsoren.
Spenden für das Projekt Dorf Bardahawa:
| 1. Frauenprojekte | mit €_________ | |
| 2. Schulprojekte | mit €_________ | |
| 3. Sonstiges | mit €_________ |
Die Überweisungen können monatlich, 1/4, 1/2 oder jährlich erfolgen.
Zahlungen bitte auf das Konto:
Tibet-Nepal-Hilfe Konto Nr. 363060-806 Postbank München BLZ 70010080
Nehmen Sie bitte direkt hier mit mir Kontakt auf.
Jede noch so kleine Spende ist höchst willkommen !
l. SCHULEN in KATHMANDU
Seit beinahe 25 Jahren unterstütze ich Kinder aus armen Familien und aus den westlichen Landregionen in ihrer Ausbildung. Die Schulausbildung ist nach dem Gesetz Pflicht, doch nur wenige Kinder können eine Schule besuchen. Die Regierungsschulen reichen nicht aus, um alle Kinder aufzunehmen und auch die Lehrer dort sind nur ungenügend ausgebildet. Daher wurden seit den 70er Jahren private Schulen gegründet. Ein "business" nennen es die einen, die anderen eine Notwendigkeit, da bisher alle Regierungen darin versagt haben, ein engagiertes Schulsystem aufzubauen. Die Prüfungen werden von der Regierung nach der 8. und nach der 10. Klasse (SLC) abgenommen. Ich habe Schulen ausgewählt, die gute Abschlüsse vorweisen können.
Ich führe dieses Projekt allein und habe Freunde, Verwandte und Bekannte, frühere Kollegen und Kolleginnen gewinnen können sich zu engagieren und zu helfen. So hat sich der Kreis im Laufe der Jahre verändert und vergrößert. Zurzeit unterstützen wir 30 Kinder: 21 in Schulen, 4 in verschiedenen Colleges, 4 in Indien. Zwei der Au-pair-Mädchen, die ich nach Deutschland vermittelte, haben das Land wieder verlassen.
Die Schulen, in die die Kinder zurzeit gehen sind die Daffodil, Blue Moon und Sambotta - sie liegen alle in der Gegend von Boudha und Chabil, ca. 5 km vom Stadtzentrum Kathmandu entfernt. Diese privaten Schulen bestehen alle zwischen 10 und 20 Jahren und geniessen einen guten Ruf.
Die Kinder kommen meist mit 3-4 Jahren in den Kindergarten und können bis zum Abschluss der 10. Klasse bleiben. Einige allerdings sind auch spätere Einsteiger, da es vorher für sie keine Möglichkeit gab, eine Schule zu besuchen. Nach der Klasse 10 gehen die meisten noch in eine Aufbauschule "10 + 2", nach deren erfolgreichem Abschluss sie zum College zugelassen werden. Eines der o.g. Au-Pair Mädchen hat einen nepalesischen Abschluss (10+3) und dieser Abschluss berechtigt zum Studium an Hochschulen, auch in Deutschland. Sie studiert jetzt BWL in Landshut / Bayern.
Es gilt das englische Schulsystem, d.h. auch, dass neben den Schulkosten, Büchern und Schreibmaterial Ausgaben für eine Schul- und eine Freizeituniform entstehen. Unterlagen über die einzelnen Schulen können gerne bei mir angefordert werden.
Die Kinder aus einem armen Land wie Nepal brauchen die Schulausbildung mehr denn je. Es ist das einzige, was wir für diese Kinder tun können, denn nur eine gute Ausbildung gibt ihnen in dieser Welt die Möglichkeit zu überleben.
Bitte melden Sie sich bei mir, wenn Sie interessiert sind mitzuhelfen. Wir können dann eine/n Schüler/-in oder eine andere Form Ihres Engagements auswählen oder nehmen Sie doch mit mir Kontakt auf.
Ich danke Ihnen!
Kosten für die Unterstützung in den Internats-Schulen in Kathmandu und Umgebung:
Die Kosten sind je nach Alter der Studenten und ausgewählte Schule:
| | 1. für eine/n Tagesschülerin mit | mit* | € 20 bis 40 / Monat |
| 2. für eine/n Tagesschülerin | ohne* | € 10 bis 30 / Monat | |
| 3. für eine/n Internatsschülerin | mit* | € 60 bis 100 / Monat | |
| 4. für eine/n Internatsschülerin | ohne* | € 50 bis 90 / Monat | |
| 5. für eine/n Tages-Boarder** | mit* | € 35 bis 50 / Monat | |
| 6. für eine/n Tages-Boarder** | ohne | € 25 bis 40 / Monat | |
| 7. für eine/n Internatsschülerin | Freier Betrag | € / Monat | |
| 8. Spende zur freien Verfügung für Lehrmaterial, Gehälter, Projekt ____________ | |||
* MIT oder OHNE Uniform und Schulbücher/Schulmaterial
** Tagesschule mit Mittagessen, Tee und Hausaufgabenbetreuung
Überweisungen bitte auf das Konto:
Tibet-Nepal-Hilfe Konto Nr. 363060-806 Postbank München BLZ70010080
Die Überweisungen können monatlich, 1/4, 1/2 oder jährlich erfolgen.
Jede noch so kleine Spende ist höchst willkommen !
Sehr geehrte Interessenten
Zunächst HERZLICHEN DANK für Ihr Interesse an einem Engagement in Nepal.
Seit beinahe 25 Jahren bereise ich nun Nepal. In dieser Zeit habe ich unterschiedliche Projekte beteut und trete ein
- für die Schul- und College-Ausbildung von Kindern aus armen Familien
- für die Unterstützung des Dorfes Bardahawa im Terrai mit kleinen Projekten für Frauen und dem Schulausbau der dortigen Regierungsschule sind
- für die Peace Star Schule sowie den Buddha Jyoti Himalaya Youth Club, der Strassenkinder betreut.
Einzelheiten hierüber finden Sie auf den folgenden Seiten. So können Sie sich als Pate/in einer Schülerin oder eines Schülers engagieren oder einfach nur einen Betrag spenden, einmalig, mehrmalig oder laufend jedes Jahr für Kinder oder für die Projekte.
Die freien Beträge, die nicht von Ihnen für einen bestimmten Zweck vorgeschrieben werden, verwende ich für Ausgaben für die Schüler und Studenten, wo das Schulgeld eines Sponsors nicht ganz ausreichend ist (z.B. auch für Lehrmittel), für die Studenten in den Colleges in Kathmandu, für das Dorf Bardahawa und die anderen Projekte.
Ein herzliches Namaste
Ihre Gisela Stäbler
Nepal liegt zwischen China und Indien am Fuße des Himalaya Gebirges auf einer Höhe zwischen 100 und 8000 m. Es erstreckt sich 885 km Ost-West aus und 145 km in die Nord-Süd-Richtung. Die Hauptstadt Kathmandu liegt auf einer Höhe von 1450 m. Viele große Ströme durchfließen das Land, die aus dem Eis des Himalaya Gebirges gespeist werden und viele Seen bilden, wie der Mahakali, Gandaki, Koshi. Das Kathmandu Tal, ein "Freilichtmuseum der besonderen Art", wird in einem großartigen Panaroma vom schnee- und eisbedeckten Himalaya umgeben.
Die Bevölkerung Nepals besteht aus zwei großen Gruppen, einmal der indo-nepalesischen, deren Vorfahren aus dem Süden kamen und heute die größte Gruppe bilden. Hierzu gehören die Brahmanen, die Chetries. Die Vorfahren tibet-nepalesischen zweiten Gruppe stammen aus dem Norden. Es gibt ca. 50 Mischgruppen, darunter die Sherpas, die weltweit als Bergführer bekannt sind und die Gruppe der Gurungs, aus der heute viele Schriftsteller und Intellektuelle stammen. Auch die Gurkhas sind bei uns bekannt, da sie in den beiden Weltkriegen in der englischen Armee gedient haben.
Die offizielle Landessprache ist Nepali, dem Hindi ähnlich. Darüber hinaus gibt es noch 50 verschiedene Sprachen und Dialekte. Englisch wird in den privaten Schulen gelehrt und in touristischen Gebieten verstanden und gesprochen. Hinduismus ist die offizielle Religion in Nepal, in manchen Gegenden vermischt mit Buddhismus. Der Buddhismus ist heute eine verbreitete Religion, besonders durch die vielen tibetischen Flüchtlinge. Der Geburtsort Buddhas, Lumbini, liegt in Nepal an der Grenze zu Indien. Die Bevölkerung ist sehr religiös und das religiöse Leben ist in den Alltag integriert, unübersehbar und beeindruckend. Nepal hat seine reiche Kultur bis heute erhalten - nicht nur in religiösen Ritualen, auch in Kunst, Musik, Tänzen und Festen. Es gibt tausende Tempel, Pagoden und Schreine, die mit feinsten Holzschnitzereien, Bronze- und Stein-Skulpturen geschmückt sind. Die Bevölkerung lebt vom Tourismus und der Landwirtschaft.
Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt. 1992 wurde das Königreich in eine Demokratie umgewandelt, deren gewählte Vertreter sich jedoch weiterhin kaum um die Menschen sorgte, sondern äußerst korrupt regierten. Im Jahr 2000 wurde die damalige Königsfamilie ermordet. Der neue König ist der Bruder des ermordeten Königs. Er hat im Juni und November 2004 die Wahlen verschoben und setzte damit die Demokratie aus. Der Umsturz erfolgte dann am 01.02.05. Im April 2006 hat sich jedoch das Volk erhoben und den König gezwungen (auch durch Druck von aussen (vor allem aus Indien) einzulenken und die Parteien wieder zuzulassen. Diese Parteien stehen nun in Verhandlung mit den Maoisten und Neuwahlen werden vorbereitet. Doch es ist zurzeit eine Beruhigung eingetreten und die Auseinandersetzungen zwischen militanten Maoisten, Armee und Polizei haben aufgehört.
Ende 2007 hat die 'Sieben-Parteien-Allianz', die die Regierung bisher alleine bildete, einen Kompromiss mit den Maoisten und den bislang benachteiligten Volksgruppen gefunden, indem sie teilweise auf deren Forderungen einging. So wurde festgelegt, die Monarchie bereits jetzt 'vorläufig' abzuschaffen und Nepal als Republik zu bezeichnen. Dies soll im April auf der zu wählenden'Verfassungsgebenden Versammlung' bestätigt werden. Die Lage ist jedoch noch immerangespannt und unsicher, doch einen kleinen Hoffnungsschimmer scheint es zu geben. Wie lange es jedoch dauern wird, das Rechtssystem zu festigen, das weiss niemand.
Die Not der Menschen ist immer noch groß und der Tourismus wird erst langsam wieder wachsen. Bisher standen die Hotels leer, die Menschen ohne Arbeit und Einkommen. Ohne die vielen Nepalesen im Ausland, die ihre Famillien unterstützen, könnte das Land nicht bestehen.
Januar 2007
Mehr Informationen zum Land Nepal finden Sie auch bei www.freunde-nepals.de
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